Freitag, 27. Februar 2009
Dienstag, 20. Januar 2009
heul doch! gibts noch feminismus?
Regie Friederike Heller
Bühne Sabine Kohlstedt
Kostüme Sabine Kohlstedt
Musik Peter Thiessen
Video Helena Ratka
Ensemble Lisa Hagmeister, Andreas Köhler, Hans Löw, Peter Maertens, Vivien Mahler , Angelika Thomas
Dramaturgie Benjamin von Blomberg
Eine szenische Installation zum Postfeminismus
Feminismus war gestern. Das hat auch mit Judith Butler zu tun. Zu Beginn der 90er Jahre hatte sie mit ihrem Buch ‚Gender Trouble’ die Unterscheidung von „sex“, dem biologischen, und „gender“, dem sozialen Geschlecht radikalisiert. „Doing gender“ lautete ihre Parole. Denn Geschlecht sei etwas, das eingeübt wird, nichts Natürliches. Dem Feminismus alter Schule hat die Theorie Butlers vor allem den reflexiven Boden entzogen: denn was ist schließlich das Weibliche, wenn es potentiell unzählige Geschlechter gibt, nicht mehr Frau und Mann? Fortan brauchte es neue Antworten, neue Fragen.
Heute gibt es die eine feministische Bewegung nicht mehr, auch das zeichnet den Postfeminismus aus. Viele Einzelstimmen bestimmen das Bild. Und: Cool wollen Teile des neuen Feminismus sein, ideologiefrei, Spaß soll er machen. Es ist doch schön, alles im Griff zu haben, Beruf, Partnerschaft, das eigene Selbstbild, selbst die Demographie.
Die Regisseurin Friederike Heller, ihr Musiker Peter Thiessen, Sänger und Gitarrist der Hamburger Band ‚Kante’, und das Thalia-Ensemble feiern den Postfeminismus! Denn Jana Hensel, Meredith Haaf und Charlotte Roche werden da sein. Alice Schwarzer haben wir versehentlich eingeladen, aber dann gleich wieder ausgeladen. Und auch Sylvia Plath ist ja schon lange tot. Oder? Na ja. In jedem Fall: feiern sie mit!
Mittwoch, 3. Dezember 2008
Wandel und Wechsel. Liebt, wer lebt.
Der Wandel im städtischen Umfeld vollzieht sich rapide. Wo vor wenigen Jahren noch altes Werksgelände oder Brachland war, stehen heute modernste Gebäudekomplexe an mehrspurigen Straßen. Die Videothek an der Ecke weicht einer Kaffeekette. In Stadtteilen, in denen der ehemals billige Wohnraum in Eigentumswohnungen umgewandelt wird, ändert sich die Bevölkerungsstruktur. Der Markt diktiert das Leben in der Stadt. Die Entscheidungen fallen in Vorstandsetagen und Planungsbüros. Und es stellt sich die Frage, wie viel das, was aufgrund von Standortentscheidungen und Entwicklungskonzepten vorangetrieben wird, noch mit den Menschen zu tun hat, die dort leben.
An drei Abenden und an drei verschiedenen Orten soll untersucht werden, wie Veränderungen vor sich gehen, wie sie in das Leben der Menschen eingreifen.
Teil 2: Der Hamburger Hauptbahnhof
Täglich passieren den Hamburger Hauptbahnhof bis zu 500.000 Menschen. Für die meisten ist er Durchgangsort, für einige wenige Lebensraum. Seit über einhundert Jahren, seit der Eröffnung des Hamburger Hauptbahnhofs 1906, gibt es dort die Wandelhalle. Ursprünglich auf Bedürfnisse des Reisens beschränkt, ist sie heute Shopping-Mall.
Wie hat sich der Bahnhof als Ort verändert, in seiner Funktion und wofür steht er heute? Und wie lässt sich dieses komplexe und komplizierte Gefüge in Gang halten und kontrollieren? Und: wo spielt die Musik?
Mit Vortragenden, Gästen, Interviews und Filmen
Moderation Armin Chodzinski
VideoHelena Ratka
22. Januar 2009 - Hauptbahnhof
12. Februar 2009 - Zwischen Hamburger Rathaus und Hafencity - St. Katharinenweg